Pissaladière zum Aperitif
Die provenzalische Pizza-Variante: Beliebte Vorspeise und Aperitif-Häppchen

Im Süden Frankreichs gibt es eine Art Pizza, allerdings wird sie mit fixen Zutaten belegt: Zwiebeln, Oliven und eingelegte Anchovis. Natürlich würzt man die Pissaladière mit den Kräutern der Provence. Köstlich ist sie zum Aperitif in kleinen Happen, als Vorspeise in größeren oder groß portioniert auch als Hauptgang.

Wir verwenden am liebsten einen mit aktivem Lievito Madre angesetzten Sauerteig und lassen den Pizzateig – er ist für klassische Pizza genauso geeignet – mindestens über Nacht im Kühlschrank gehen, auch zwei bis drei Tage (maximal 72 Stunden) sind im Kühlschrank möglich, der Teig wird dabei immer aromatischer. Durch die lange Gare ist der Teig sehr bekömmlich. Wer es eilig hat, nimmt einen fertigen Pizzateig. Wir haben keine Erfahrungen damit und können kein Produkt empfehlen.

Rezept Pissaladière

Zutaten für 8 – 10 Personen zum Aperitif oder 4 Personen als Vorspeise

  • 1 Portion Pizzateig mit Lievito Madre,
    bereits akklimatisiert
  • 3 Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • 1–2 EL getrocknete Kräuter der Provence
  • 50 g in Öl eingelegte Anchovisfilets
  • 80 g kleine schwarze entsteinte Oliven

Zubereitung

Belag herstellen

Für den Belag zuerst die Zwiebeln in feine Scheiben schneiden. In einer Pfanne das Olivenöl und den Zucker erhitzen, bis der Zucker leicht karamellisiert. Dann die Zwiebeln dazu geben und bei mittlerer Hitze dünsten, immer wieder rühren. Nach guten 20 Minuten (oder gerne länger) salzen, pfeffern und die Kräuter einrühren, weitere 10 Minuten bei kleiner Hitze durchziehen lassen.

Inzwischen das Backrohr auf Pizzastufe 230° – 250° C vorheizen. Wer einen Pizzaofen hat, ist hier klar im Vorteil, aber wir packen (backen) es auch mit unserem Multidampfgarer.

Pissaladière vorbereiten

Den Teig auf einem rechteckigen Blech, das entweder mit einem leicht bemehlten Backpapier oder einer Backfolie ausgelegt wurde, ausrollen, dabei einen kleinen Rand lassen. (Manchmal lassen wir einen dickeren Rand, der mit Oliven belegt wird, um zum Aperitif noch ein Olivenbrot zu haben.) Auf dem Teig die Zwiebelmasse gleichmäßig verstreichen und darauf die Anchovis und die Oliven verteilen, wir bevorzugen geometrische Muster, aber es geht naturgemäß auch chaotisch.

Backen

Das Blech in den Ofen schieben und je nach Temperatur 12 bis 20 Minuten, am besten auf Sicht, backen. Portionieren und warm bis lauwarm servieren.

Tipps

Manche Rezepte empfehlen nur Thymian anstelle der gemischten Kräuter. Wir mögen es lieber vielfältiger.
Besonders würzig wird die Zwiebelmasse, wenn man noch zwei, drei Anchovisfilets gehackt daruntermischt.

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