Tomatenbrot
Helles Brot mit mediterranem Umami-Geschmack

Ein Laib Tomatenbrot, aufgeschnitten: Man sieht die rösche Kruste und die gelbliche Krume mit Tomatenstückchen darin.

Für uns ist dieses Tomatenbrot ein typisches Aperitif-Brot, so würzig, dass es alleine, in Scheiben oder Würfel geschnitten, gegessen werden kann. Oder wir tunken es in eine Schale mit einem köstlich-herben kaltgepressten Olivenöl. Oder wir bestreichen es mit salziger Butter oder belegen es mit frischen oder geschmolzenen Paradeisern – oder, oder, oder … die Möglichkeiten sind zahlreich!

Wieder ist es ein Rezept, das ohne Kneten auskommt. Die Hefe des Sauerteigs übernimmt die Arbeit und bildet ein ganz tolles Teiggerüst. Übrigens haben wir uns endlich einen Teigbesen angeschafft, mit dem das Verrühren der Teigzutaten wirklich zum Kinderspiel wird – eine Anschaffung, die wenig kostet und eine große Vereinfachung für die No-Knead-Brote bringt. Im Tipp unten steht eine Variante, mit der das Brot auch mit frischer Hefe gelingt.

Rezept Tomatenbrot

Zutaten für einen ca. 1 kg Laib

Lievito Madre

  • 30 g Lievito Madre aus dem Kühlschrank
  • 30 g Weizenmehl Tipo 00 oder W 480
  • 15 g Wasser

Hauptteig

  • Lievito Madre
  • 340 g Weizenmehl Tipo 00 oder W 480
  • 150 g Hartweizenmehl
  • 335 g Wasser
  • 15 g Olivenöl
  • 10 g Honig (oder vegane Alternative)
  • 10 g Salz
  • 100 g gegrillte oder getrocknete Tomaten in Öl (abgetropft)

Zubereitung

Vorteig herstellen

Für den Sauerteig Lievito Madre mit dem Wasser und dem Mehl gut verkneten und abgedeckt bei Zimmertemperatur ca. 3 Stunden reifen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Das ist im Grunde eine klassische Auffrischung des Lievito Madre.

Tomaten zerkleinern

Die Tomaten aus dem Öl nehmen, auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und dann in kleinere Stücke schneiden. Selten findet man gegrillte Tomatenstücke in Öl eingelegt, diese bevorzugen wir wegen ihres würzigen Aromas. Getrocknete Tomaten in Öl sind aber auch sehr fein!

Hauptteig mischen

Den reifen Lievito Madre mit einem Pürierstab in 335 g Wasser auflösen, dann mit den anderen Zutaten so vermischen, bis alles gut miteinander homogen vermengt ist. Wie oben geschrieben, so ein Teiglöffel, auch dänischer Teigbesen genannt, ist sehr hilfreich dabei. Den Teig in eine Schüssel geben und bei Zimmertemperatur 10 bis 12 Stunden abgedeckt gehen lassen. Wer will, kann den Teig nach einer Stunde und einer weiteren jeweils einmal gründlich dehnen und falten.

Teig formen, reifen lassen und backen

Nach der Ruhezeit den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und rund wirken. Den Teigling mit dem Schluss nach oben ins bemehlte Gärkörbchen geben und abgedeckt eine Stunde reifen lassen. Dann auf das Blech setzen, einschneiden nach Belieben und in den auf 250° C vorgeheizten Backofen schieben. Mit Schwaden backen. Nach 10 Minuten Temperatur auf 210° C reduzieren und rund 35 Minuten fertig backen. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen.

Tipps

Wer keinen Lievito Madre hat, kann dieses Tomatenbrot auch mit frischer Hefe herstellen. In den Hauptteig gibt man in diesem Fall 25 g mehr Wasser, 50 g mehr Weizenmehl und 2 g Frischhefe, löst diese im Wasser auf und vermischt alle übrigen Zutaten. Das weitere Verfahren ist mit dem oben beschriebenen ident.

Vegan ist das Brot, wenn statt Honig Zucker, Dattel- oder Ahornsirup verwendet wird.

Tomatenbrot als Bruschetta - zwei Scheiben des Brotes belegt mit gehackten gagarten und gewürzten Tomaten

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