Frittierter Dotter im Osternest
Diese etwas aufwändige Vorspeise gibt’s nur zu Ostern – es lohnt sich jedenfalls

Das Bild zeigt auf einem weißen Teller marinierte Rucolablätter, darauf eine Tomatensauce, darauf knusprige Fritatten und darauf ein frittierter Dotter. Dokoriert ist das Gericht mit essbaren Blüten, hier Veilchen und Löwenzahn.

Eine schöne österliche Vorspeise mit einem kleinen Wow-Effekt ist dieses Osternest aus Frittaten mit Rucola und Tomatencreme, darauf ein frittierter Dotter. Wenn das frittierte Eigelb angeschnitten wird und das weiche Innere langsam auf das knusprige Teignest rinnt, dann läuft garantiert auch im Mund das Wasser zusammen. Es ist gar nicht schwer herzustellen, nur ein paar Vorarbeiten sind nötig, aber das war es schon.

Wir haben dieses Rezept aus Italien, genauer aus Sardinien, wo es mit Pane Carasau hergestellt wird, ein wenig adaptiert und mit einem österreichischen Akzent versehen. Rucola kann zudem durch Vogerl- oder Pflücksalat ersetzt werden. Wer eine fertige Tomatensauce in den Vorräten hat, selbstgemacht am besten, erspart sich weitere Arbeitsschritte. Sollten Palatschinken oder Eigelbe übrig geblieben sein, so ist diese Vorspeise auch eine elegante Resteverwertung.

Rezept Frittierter Dotter im Osternest

Zutaten für 4 Vorspeisen

  • 4–6 feine Palatschinken für Frittaten
  • Wasser oder Suppe nach Bedarf
  • Butter nach Bedarf
  • 100 g Semmelbröseln
  • 4 Eidotter
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 300 g Tomatenstückchen aus der Dose
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Schuss Rotwein
  • Basilikum nach Belieben
  • 300 g Rucola (alternativ Vogerlsalat, Pflücksalat oder Jungspinat)
  • 1 EL Balsamicoessig
  • 2 EL Walnussöl
  • Blüten zur Dekoration
  • 250–300 g Frittieröl

Zubereitung

Fritattennester herstellen

Die Palatschinken in ca. 2 bis 3 mm dicke Streifen schneiden, mit Wasser oder Suppe etwas anfeuchten, wenn der Teig schon etwas angetrocknet ist, und diese Streifen in vier gebutterten Auflaufformen oder in einem Muffinblech so anordnen und aneinanderdrücken, dass sie vier Nester von 6 bis 7 cm Durchmesser bilden. Im vorgeheizten Backofen bei 200° C Umluft ein paar Minuten auf Sicht backen, sodass sie leicht knusprig sind (ca. 4 Minuten).

Eidotter vorbereiten

Die Hälfte der Semmelbrösel auf einem flachen Teller verteilen, die Eigelbe vorsichtig mit etwas Abstand zueinander auf den Bröseln platzieren und mit den restlichen Bröseln bedecken. Für gut zwei Stunden in den Tiefkühlschrank stellen.

Tomatensauce herstellen

Zwiebel, Karotte und Knoblauch fein hacken und einige Minuten in Olivenöl anbraten; die Tomatenstückchen hinzugeben, salzen, pfeffern, eine Schuss Rotwein dazugießen und eine halbe Stunde bei mittlerer Hitze kochen, dabei immer wieder umrühren. Wenn die Sauce sämig ist, den Herd ausschalten, auf Wunsch fein gehackte Basilikumblätter einrühren und langsam auskühlen lassen. Natürlich kann auch eine fertige Tomatensauce verwendet werden, diese eventuell noch mit Basilikum nachwürzen.

Salat marinieren

Den Rucola, oder alternative Salate mit Balsamicoessig und Walnussöl vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Auf den Tellern anrichten. Zwei bis drei Esslöffel von der ausgekühlten Tomatensauce geben und darauf das Frittatennest setzen. Schon jetzt können die Teller mit frühlingshaften Blüten wie Gänseblümchen, Veilchen oder Löwenzahnblüten dekoriert werden.

Eigelbe frittieren und anrichten

Die Eigelbe aus dem Tiefkühler nehmen, die überschüssigen Semmelbrösel entfernen und die so panierten Dotter in ausreichend Frittieröl bei 180 °C 45-60 Sekunden lang frittieren, länger würde den flüssigen Kern des Dotters zu sehr verfestigen.

Zuletzt die frisch frittierten Eigelbe in die Nester legen und gleich servieren.

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