Karnevalsgebäck Crostoli
Aromatische Knusperstreifen aus Friaul als süße Unterlage für ein „Schwätzchen“

Das Bild zeigt einen Teller Karnevalsgebäck Crostoli, mit Staubzucker überstreut und umgeben von Faschingsgirlanden.

In Friaul findet man zur Karnevalszeit in jeder Bäckerei und Pasticceria die typischen Karnevalsgebäck-Sorten wie Krapfen, Crostoli und Fritole. Letztere sind frittierte luftige Bällchen mit Rosinen und Pinienkernen, die manchmal auch mit Cremen gefüllt sind. Die Krapfen sind österreichischen Ursprungs, sind aber kleiner. Das Karnevalsgebäck Crostoli sind süße gebackene Teigstreifen, die wir uns heute vornehmen.

Crostoli sind eng verwandt mit den polnischen Faworki, die jedoch ein wenig anders geformt werden. In Venetien heißen die Crostoli oder Crostoi, wie sie umgangssorachlich bezeichnet werden, Chiacchiere (deutsch „Geschwätz“), im Piemont Bugie, wo sie auch mit Cremen gefüllt werden können. Sie unterscheiden sich marginal, je nachdem welchen Schnaps (Grappa, Rum, Wodka) und welche Zitrusfrüchte oder ob überhaupt welche verwendet werden. Bei unseren Crostoli verwenden wir Zitronen und einen Gewürzrum, und so werden die Teigstreifen sehr aromatisch.

Rezept Karnevalsgebäck Crostoli

Zutaten für ca. 20 – 25 Stück

  • 50 g Butter
  • 45 g Feinkristallzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Milch
  • 250 g helles Weizenmehl Tipo 00 oder W 480
  • 1 Ei
  • 1 Dotter
  • 2 EL Gewürzrum
  • ½ Zitrone (Saft und Schalenabrieb)
  • Öl zum Frittieren

Zubereitung

Butter aromatisieren

Die Butter in einem kleinen Topf bei geringer Hitze langsam schmelzen. Von der Hitze nehmen, den Zucker, das Salz und einen Esslöffel Milch hinzufügen und alles verrühren.

Teig zusammenmischen und kneten

Das Mehl in die Schüssel einer Teigmaschine geben, die wie vorhin zubereitete Butter dazugeben und auf niedrigster Stufe mischen, dann das Ei, den Dotter, den Rum und den Saft und die geriebene Schale der halben Zitrone hinzufügen. Auf höherer Stufe alles zu einem glatten, homogenen Teig kneten. Das dauert gut 8 bis 10 Minuten oder mehr, daher bevorzugen wir die maschinelle Bearbeitung.

Teigruhe

Den Teig zu einer Kugel formen, in eine Klarsichtfolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur rasten lassen. Man kann den Teig auch im Kühlschrank einen Tag lang aufbewahren und ihn direkt daraus verwenden.

Teigstücke formen

Den Teig in Portionen mit einem Nudelwalker oder mit Hilfe einer Nudelmaschine nach Belieben dünn ausrollen. Die Teigdicke sollte aber einen Millimeter nicht übersteigen. Mit einem Teigausstecher oder Teigroller Streifen oder längliche Rechtecke ausstechen. Gut eignet sich ein Zackenroller, weil dieser schöne Ränder macht.

Frittieren

Die Crostoli in heißem Öl (zwischen 170° und 180° C) unter Wenden goldbraun frittieren. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und mit Staubzucker von beiden Seiten bestäuben.

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