Acquerello-Risotto al Pescatore

Vor einiger Zeit haben wir erstmals den Acquerello-Reis ausprobiert. Wir waren nach dem ersten Versuch nicht so überzeugt, dass das aufwendige Verfahren und die lange Reifung des Korns geschmacklich einen großen Unterschied hergeben. Inzwischen haben wir festgestellt, dass der Reis besonders feine Aromen gut aufnimmt. Allerdings haben wir noch keinen direkten Vergleichstest vorgenommen.

Auch diesmal haben wir das Gericht nur mit dem teuren Acquerello-Reis gekocht. Es ist ein Risotto, das einen gewissen Luxus darstellt, weil es nicht in einem aufgebaut, sondern aus mehreren Komponenten zusammengestellt wird. Da ist erst einmal das Risotto selbst, dazu kommen vorgebratene Calamari, ein Tomatenconcassé, Petersilienöl, frittierte Tomatenschalen und gebratene Jakobsmuscheln. Klingt nach viel Aufwand, ist es auch. Man kann also von einem festlichen Risotto sprechen, das zum Beispiel als Vorspeise zu einem Weihnachtsessen serviert werden kann. Die Farben Grün und Rot würden jedenfalls passen. Und ein klassischer Risottoreis wie Carnaroli würde ein wahrscheinlich ähnlich oder genauso gutes Ergebnis bringen.

Zutaten für zwei Hauptgerichte oder vier Vorspeisen

Für das Petersilöl:

  • 80 ml Olivenöl extra vergine
  • 10 Stiele von Petersilie mit Blättern
  • Salz

Für das Tomatenconcassé:

  • 4–6 Strauchtomaten
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Olivenöl
  • 2–3 Stiele Oregano, frisch (alternativ: getrocknet)
  • Salz und Pfeffer
  • Für das Risotto:
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • 130 g Acquerello-Reis für Risotto
  • 1 EL Öl
  • 1 EL Butter
  • 1 Schuss Noilly Prat
  • 1/8 l Weißwein
  • ca. ½ l Fischfond
  • Salz und Pfeffer
  • 1 festfleischiges Fischfilet ohne Haut

Für die Calamari:

  • 4 kleine, geputzte Calamari
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Räuchersalz

Für die Jakobsmuscheln:

  • 4 Jakobsmuscheln ohne Rogen und Schale
  • Olivenöl
  • 1 Schuss Cognac
  • Salz und Pfeffer

Für die frittierten Tomatenschalen:

  • Tomatenschalen vom Concassé
  • Öl zum Frittieren

Zuerst das Öl ansetzen, das kann schon ein, zwei Tage im Voraus geschehen. Öl, gehackte Petersilienstiele und -blätter mit einer guten Prise Salz in einem Blitzhacker oder mit dem Pürierstab so lange mixen, bis sich das Öl mit den Zutaten ganz fein vermengt hat. Eine Stunde durchziehen lassen, dann durch ein feines Sieb in ein Dosierfläschchen umfüllen. Im Kühlschrank hält das Öl im verschlossenen Fläschchen gut eine Woche.

Als nächstes die Tomaten mit einem Sparschäler über einer Schüssel schälen, damit die austretende Flüssigkeit darin aufgefangen werden kann. Die Schalen beiseitelegen, die Tomaten entkernen und das Fruchtfleisch grob schneiden. Die Schalotte fein hacken und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl bei niedriger Temperatur anschwitzen. Die Tomatenstücke zugeben, etwas salzen und anschmelzen lassen, sie sollten noch leicht roh bleiben, nicht zerkochen. Mit den zerteilten Oreganoblättchen oder einem halben Teelöffel getrockneten Oregano würzen. Zudecken, von der Hitze nehmen und beiseitestellen. (Anmerkung: Johannes leidet unter die Einschränkung, dass er rohes Obst und Gemüse am Abend nicht verträgt, deshalb wurde das Concassé etwas länger als üblich gegart.)

Die kleine Zwiebel und ein bis zwei Knoblauchzehen fein schneiden. In einem Topf den Reis trocken für zwei Minuten toasten. Dann Öl, Zwiebel und Knoblauch dazu geben, alles glasig andünsten. Mit Noilly Prat ablöschen, dann mit Weißwein ablöschen. Immer warten, bis die Flüssigkeiten aufgesogen sind. Weiter geht es mit dem Tomatenwasser, das aromatisiert den Reis mit einer anderen Säure als die Weine. Wenn auch dieses weitgehend vom Reis aufgenommen wurde, immer wieder mit dem Fischfond aufgießen, rühren und weiterrühren, bis der Reis al dente ist.

Währenddessen die in Stücke geschnittenen Calamari in einer Pfanne mit einer zerdrückten Knoblauchzehe in Olivenöl weich braten. Mit Räuchersalz oder Salz würzen. Wenn sie weich sind, ins Risotto ohne Knoblauch zugeben.

Wenn das Risotto fertig gegart ist, das Fischfilet in kleinere Teile schneiden und vorsichtig roh unter das Risotto heben, sodass die Stücke komplett mit dem heißen Reis bedeckt sind. Ruhen lassen, der Fisch gart durch die Wärme im Risotto, das dauert etwa 5 Minuten. In dieser Zeit möglichst in zwei verschiedenen Pfannen oder Töpfen die Jakobsmuscheln braten und die Tomatenschalen frittieren. Die Muscheln einfach auf beiden Seiten scharf anbraten, mit Salz (Räuchersalz) würzen und mit wenig Cognac ablöschen, damit er schnell wieder verdampft und nur das Aroma abgibt, und zuletzt ein wenig pfeffern. Warmhalten.

Zum Anrichten das Risotto auf Teller verteilen. Das Petersilöl in dünnen Linien darüber fließen lassen. Die Jakobsmuscheln darauflegen. Daneben einen Esslöffel Tomatenconcassé geben und mit den frittierten Tomatenschalen dekorieren. Mit ein paar Tropfen vom Petersilöl auf dem Tellerrand verzieren und sehr warm servieren.

Eindrücke

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