Cime di Rapa sieht man in der kalten Jahreszeit auch auf österreichischen Märkten. Er wird oft übersehen, weil er ein wenig wie Unkraut und faserig aussieht. In Italien, besonders im Süden, wird er im Winter viel gegessen. Auch unter Broccoletti haben wir ihn schon gefunden, weil er den kleinen Broccoli-Sprossen ähnelt.
Er wird gegart verwendet und hat eine leichte bittere Note, die durch das Blanchieren etwas gemildert wird. In gekochtem Zustand verliert dieses Gemüse seine Ruppigkeit, ein erstaunlicher Prozess, auf den wir uns lange skeptisch nicht eingelassen haben. Beim Kauf sollte man auf frische Stiele, knackige Blätter und geschlossene Blüten achten, dann ist die Ware frisch. Eine klassische Zutat zu apulischen Pastagerichten, zu Orecchiette oder Cavatelli.
Cavatelli sind eine süditalienische Pasta, aus Molise, die auch in anderen Regionen, natürlich mehr oder weniger abgewandelt, zu finden ist. Durch den kleinen Hohlraum („cava“) der Form haften Saucen besonders gut an den Nudeln.
Für 4 Personen:
Sugo:
- 600 g Cime di Rapa
ersatzweise kleiner Broccoli oder Mangold - Olivenöl
- 4 Sardellenfilets
- Chiliflocken nach gewünschter Schärfe
- 1 fein gehackte Knoblauchzehe
- 1 Schuss Weißwein
- Salz, Pfeffer
- eine Handvoll gerösteter Pinienkerne
- geriebener Pecorino nach Belieben
Stiele, Blütenknospen und Blätter von den Cime di Rapa trennen und zerkleinern, holzige Teile der Stiele entfernen, dann in Salzwasser blanchieren. Olivenöl in einer geräumigen Pfanne erhitzen, Sardellenfilets schmelzen lassen, Chili und Knoblauch dazugeben und kurz anbraten. Dann die Cime di Rapa in die Pfanne geben, auch kurz anbraten, mit Weißwein ablöschen und köcheln lassen, bis sie weich sind. Immer wieder durchrühren, ganz zum Schluss etwas Kochwasser der Cavatelli zur Bindung einrühren.
Mit den bissfest gekochten Cavatelli vermischen, mit den gerösteten Pinienkernen und wenn gewünscht mit Pecorino bestreuen und servieren.
