Dunkelviolette ebenmäßig geformte Paprika sehen wir in Wien allenfalls bei unserer Biogärtnerin am Vorgartenmarkt, heute entdeckten wir diese am Wochenmarkt in Muggia und kauften sie. Auf dem Heimweg überlegten wir, wie wir sie zu einem feinen Salat verarbeiten könnten, gemeinsam mit den Zutaten, die noch im Kühlschrank vorrätig waren und zu dieser Paprikararität passen könnten.
Da waren also noch ein Apfel, ein roter Kohlrabi, Tropea-Zwiebeln und ein Ziegenfrischkäse. Für unseren diesmal etwas länger geplanten Aufenthalt haben wir uns am Markt auch ein herrliches Basilikum-Stöckerl gekauft – und da müssen wir dem Biobauern, der es mit Stolz züchtete, recht geben, so große, feste Blätter findet man selten bei Basilikum, mehr als 10 cm lange intensiv duftende Blätter.
Nun zum Carpaccio, das in 20 Minuten fertiggestellt war.
Zutaten für 2 Personen
- 2 kleine violette Paprika
- 1 säuerlicher fester Apfel
- 1 kleiner Kohlrabi (rot oder grün)
- 1 kleine Tropea Zwiebel
- 6–8 kleine gelbe Tomaten
- Salz und Pfeffer
- ½ TL Nigella-Samen (Schwarzkümmelsamen)
- 150 g Ziegenfrischkäse
- 10 Blätter Basilikum
Dressing:
- 2 EL Orangenessig
(oder weißer Balsamico) - 3 EL Olivenöl
- 1 Prise Ingwerpulver
Den Paprika vorsichtig aushöhlen, so dass er als Ganzes erhalten bleibt, und dann in 2 bis 3 mm dicke Ringe schneiden, den Apfel vom Kerngehäuse befreien – am besten mit einem Kern- oder Kugelaustecher – und in Ringe schneiden. Auch den geschälten Kohlrabi und die Tropea-Zwiebeln in feine runde Scheiben teilen; diese vier Zutaten auf zwei Teller auflegen, die gelben Tomaten halbieren und dazulegen, alles mit Salz und Pfeffer würzen, und etwas Nigella-Samen darüber streuen.
Das Basilikum fein hacken und mittels einer Gabel mit dem Ziegenfrischkäse vermischen, leicht salzen. Ulli füllt den streichfähigen Käse gerne in einen Spritzsack mit Sterntülle und setzt, nachdem das Carpaccio mit dem fertigen Dressing beträufelt wurde, kleine Tupfen davon in regelmäßigen Abständen dazu.
Johannes hatte morgens schon frische Weckerln gebacken, so hatten wir eine erfrischende vollständige Mittagsmahlzeit, die auch dem Auge schmeckte.
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